Trennkost - ein wichtiger Bestandteil gesunder
Lebensweise
Der Magen-Darm-Trakt
ist ein kompliziertes chemisches Kombinat mit verschiedenen Abschnitten:
Mund, Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünn- und
Dickdarm.
Jeder Abschnitt hat seine eigene chemische Umgebung
und ist von den anderen durch sensible Klappen getrennt.
Die Verarbeitung
und Verdauung jeglicher Art von Nahrung
verläuft in der entsprechenden Abteilung des Verdauungstrakts, wo sie nur mit
ihr entsprechenden Fermenten,
in einer ihr entsprechenden pH-Umgebung
und nur in der ihr entsprechenden Zeit
verarbeitet wird.
Der Grund und
Sinn der getrennten
Ernährung (Trennkost) liegt darin, die
Organe des Verdauungstrakts nicht
zu zwingen, saure und basische Elemente gleichzeitig
zu produzieren,
da sich nach den Gesetzen der Chemie Säuren
und Basen bei Kontakt
neutralisieren.
Da der Organismus während der Millionen
von Jahren
seiner Existenz zu einem solch komplizierten System geworden ist, dass genau
die Verdauungsenzyme und Sekrete
produziert werden, die ein bestimmtes Produkt spalten
werden, sobald man es sieht, sollte man Gerichte die die Produktion
von Säure und Base
gleichzeitig anregen, vermeiden.
Ein Beispiel
:
Fleisch enthält Eiweiß,
für dessen Verdauung saures Magensekret
gebraucht wird.
Wenn wir dazu noch eine Scheibe Brot essen,
welche Kohlenhydrate beinhaltet, dann wird
von den Speicheldrüsen basisches Sekret
ausgeschieden.
Im Magen treffen sich Base und Säure und der Verdauungsprozess
wird gebremst, da eine bestimmte Säuremenge
mit einer entsprechenden Basenmenge neutralisiert
wird.
Es ist nicht schwer zu verstehen:
Wenn bei uns im Magen eine Neutralisation
geschieht, bekommen wir am Endeffekt ein Stück faulende
Masse, das dort schlecht verdaut liegen
bleibt bis zum Zeitpunkt an dem eine neue Portion der Magensäure
produziert wird (was jedoch große energetische Anstrengungen des ganzen
Körpers erfordert).
Danach wird es in einer schlecht vorbereiteten Form in den Zwölffingerdarm
geliefert.
Weiter bewegt sich dieses Stück durch alle weiteren Abschnitten des
Verdauungstrakts, jedoch mit einer immer größeren Abweichung von der Norm.
Am Ausgang wird es eine schrecklich stinkende
Masse geben, da unterwegs alle Prinzipien
der normalen Verdauung verletzt wurden.
Als Folge
solcher Mischeinnahme verwandeln sich vollwertige
Nahrungsprodukte in Gift,
das jeden Tag unseren Organismus schadet.
Die kolossalen Reservemöglichkeiten des Körpers
erlauben uns, jahrzehntelang unterschiedlichste Produkte, Gerichte und ihre
Kombinationen zu konsumieren ohne dafür gestraft zu werden.
Aber die Ressourcen des Organismus sind nicht grenzenlos; es tauchen Krankheiten
auf und der Mensch ahnt nicht, dass der Grund dafür der Verstoß gegen die
natürlichen Gesetze der Verdauung ist.
Der Verstoß geht an keinem spurlos vorbei, die Befolgung der Verdauungsgesetze
aber erlöst uns vor schwerwiegenden Folgen der Verschmutzung des eigenen
Körpers durch Abfallprodukte der Nahrung.
Alle Gerichte, alle Arten von Produkten sollte
man in drei Grundgruppen aufteilen:
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Eiweißprodukte,
die hauptsächlich mit Hilfe von Säure verdaut werden:
|
Lebende
Produkte,
vor allem pflanzlichen Ursprungs, die gleichzeitig
Nahrungsstoffe und die zu ihrer Spaltung benötigten Fermente
beinhalten:
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Kohlenhydrate,
verschiedene Arten von Zucker und Stärke, die hauptsächlich
von Basen, die durch die Mundspeicheldrüse produziert werden,
verdaut werden:
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für
Proteinmahlzeiten |
Neutrale
Lebensmittel
(können mit entweder mit Spalte I oder mit Spalte III
kombiniert werden) |
für
Stärkemahlzeiten |
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PROTEINE
Fleisch
aller Art: (gegart!)
Rind, Lamm, Wildbret
Geflügel: Hühnchen, Truthahn/Pute
Wild: Fasan, Rebhuhn, Moorhuhn
Fisch aller Art
Schalen- und Krustentiere im gegarten Zustand
Eier
Käse bis 50% Fettstufe
Milch, einschließlich Sojamilch (passt am besten zu Obst und
sollte nicht zu einer Fleischmahlzeit serviert werden)
Joghurt, einschließlich Sojajoghurt
gekochte Tomaten |
NÜSSE
alle
außer Erdnüssen |
GETREIDEPRODUKTE
Alle
Getreidesorten (Vollkorn!):
Weizen, Buchweizen
Roggen
Gerste
Mais
Hafer, Haferflocken - mittelharte
Hirse,
Dinkel
Reis (braun, unpoliert), Roggen
Vollkornmehl
Brot-
und Teigwaren (ohne Ei):
Brot 100% Vollkorn
Mehl 100% oder 85% |
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FETTE
Butter
Sahne
Eigelb
Olivenöl (vergine)
Sonnenblumenöl
Sesamöl (kaltgepresst) |
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OBST
Äpfel
Aprikosen (frisch & getrocknet)
Ananas
Birnen
Brombeeren
Blaubeeren
Erdbeeren
Grapefruit
Guaven
Himbeeren
Johannisbeeren (schwarz, rot oder weiß, wenn reif)
Kirschen
Kiwis
Limonen
Litchis
Loganbeeren
Mandarinen
Mangos
Melonen (am besten alleine essen als Obstmahlzeit)
Nektarinen
Orangen
Passionsfrüchte
Satsumas
Stachelbeeren (wenn reif)
Trauben
Zitronen
Zwetschgen (gelegentlich)
N.B.
(Kultur-) Preiselbeeren, Pflaumen und Rhabarber sind nicht zu
empfehlen
keine Heidelbeeren |
GEMÜSE
alle
grünen Gemüse und Wurzelgemüse
außer Kartoffeln, Grünkohl und Topinambur (Erdbirne, Erdapfel)
Auberginen
Austernpilze
Artischocken
Blumenkohl
Bohnen (alle frischen grünen Bohnen)
Brokkoli
Champignons
Erbsen
Gurken
Heidelbeeren
Kalabrese
Kohl, Rotkohl, Chinakohl (kein Grünkohl)
Kohlrabi
Lauch
Mais
Markkürbis
Möhren
Paprika
Pastinaken
Pfifferlinge
Peperoni
Radieschen
Rettich
Rosenkohl
Rote Beete
Rüben
Sauerkraut
Spargel
Spinat
Staudensellerie
Steckrüben
Steinpilze
Sellerieknolle
Wirsing
Zucchini
Zwiebeln |
SÜSSES
OBST
süße
Früchte und Trockenfrüchte:
Bananen - reif
Cherimoyas
Datteln
Topinambur
Feigen (frisch & getrocknet)
Trauben - extra süß
Papaya, wenn sehr reif
Birnen, wenn sehr süß und reif
Schwarzwurzeln
Korinthen
Rosinen
Sultaninen
ungeschwefeltes Trockenobst
Kürbis- und Sonnenblumenkerne |
|
GEMÜSE
Kartoffeln
Grünkohl
Topinambur
Kürbis
Süßkartoffeln
Schwarzwurzeln |
|
MILCH
& JOGHURT
nur
in Maßen |
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SALATDRESSINGS
Dressing
aus Öl und Zitronensaft oder Apfelessig
Sahnedressing
Mayonnaise (selbstgemacht)
Balsamico-
,Obst- und Kräuteressig |
SALATZUTATEN
Avocados
Blattsalate
Brunnenkresse
Chicorée
Endiviensalat
Fenchel
Gurke
Knoblauch
gekeimte Hülsenfrüchte
Mais
Peperoni, rot und grün
Rettiche
gekeimte Saaten
Schalotten
Senf & Kresse
rohe Tomaten (ungekocht) |
SALATDRESSINGS
süße
oder saure Sahne
Olivenöl oder kaltgepresstes Öl aus Samen
frischer Tomatensaft mit Öl und Gewürzen |
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KRÄUTER
& GESCHMACKSZUTATEN
Kräuter,
Sprossen, Keimlinge
Estragon
Minze
Petersilie
Salbei
Schnittlauch
Thymian
geriebene Zitronenschale*
geriebene Orangenschale** |
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SAATEN
UND AUFSTRICHE AUS SAATEN
Sonnenblume
Sesam
Kürbis |
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KLEIE
Weizen-
oder Haferkleie
Weizen- oder Haferkeime |
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ZUCKERERSATZ
verdünnter
gefrorener Orangensaftkonzentrierter Apfelsaft |
ZUCKERERSATZ
Rosinen
(ungeschwefelt!) und Rosinensaft
Honig
Ahornsirup |
ZUCKERERSATZ
Natürliche
Süßungsmittel wie Fruktilose
Barbadoszucker (Rohzucker)
Honig - in strengen Maßen
Ahornsirup
Birnen- und Apfeldicksaft |
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GETRÄNKE
Früchtetee
Apfelwein
herber Weißwein
Sekt |
GETRÄNKE
Wasser,
Mineralwasser
Kräutertee
verdünnte Gemüsesäfte |
GETRÄNKE
Bier |
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FÜR
VEGETARIER
(aber nicht empfohlen)
Hülsenfrüchte
Linsen
**Sojabohnen
Kidneybohnen
Kichererbsen
Limabohnen
Pintobohnen
**Tofu |
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Folgende
Nahrungsmittel sollten gemieden werden:
Auszugsmehlprodukte wie helles Brot, Weißmehl,
Weißbrot, Weizenmehlnudeln, Nudeln, Kuchen, polierter Reis,
gekochte Hülsenfrüchte, getrocknete Hülsenfrüchte,
Fertigsuppen und -saucen, Fertiggerichte, alle Konserven,
Erdnüsse, Esskastanien Marmeladen, Gelees, Eingemachtes,
Rhabarber, Preiselbeeren
Weißer Zucker, isolierter Zucker und alle Zuckerprodukte,
Kakao,
alle Mager- und Lightprodukte, rohes Eiweiß, Fertigmayonaisen,
Schweinefleisch, geräucherte und gepökelte Fleischwaren,
Schwarztee und Bohnenkaffee, hochprozentige Alkoholika |
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* Verwende nur Früchte aus biologischem Anbau
** Alle Sojaprodukte sind behandelt; sparsam verwenden
Erläuterung für den Gebrauch der
Trennkosttabelle
Diese Tabelle beruht auf der Ernährung nach Hay
und wurde von Dr. W. H. Hay erstellt. Das grundlegende Prinzip der Trennkost
ist, dass die Lebensmittel in 3 Arten eingeteilt werden können, gemäß den
Chemikalien, die es bedarf, um sie in deinem Körper zu verdauen:
Hays Gesundheitsregeln:
- Stärken und Zucker sollten nicht mit
Proteinen und sauren Früchten zur gleichen Mahlzeit gegessen werden.
- Gemüse, Salate und Obst (ob sauer oder süß)
sollten, wenn richtig kombiniert, den Hauptanteil der Ernährung ausmachen.
- Proteine, Stärken und Fette sollten in
kleinen Mengen gegessen werden.
- Nur Vollkorngetreide und unbehandelte Stärken
sollten verwendet werden und alle verfeinerten und behandelten Lebensmittel
sollten aus der Ernährung ausgeschlossen werden.
- Nicht weniger als vier Stunden zwischen
Stärkemahlzeiten und Proteinmahlzeiten.
- Milch verträgt sich nicht gut mit anderen
Lebensmitteln und sollte auf einem Minimum gehalten werden.
- Kombiniere keine Lebensmittel, die sich
bekämpfen.
Trennkostregeln in die Praxis umsetzen:
Die einfachste Art ist, täglich eine Mahlzeit
mit nur tierischen Proteinen zu haben, eine mit Getreidestärken und eine mit
rohem Obst und, wenn gewünscht, Milch oder Joghurt.
Zum Beispiel:
Frühstück:
Basische Mahlzeit
Frisches Obst mit einem Becher Naturjoghurt und einem Esslöffel Weizenkeimen.
Mittagessen:
Stärkemahlzeit
Salat, gebackene Kartoffel, gedünstetes Gemüse, zum Nachtisch süßes Obst
(z.B. Banane) oder Sandwich aus Vollkornbrot mit Salat (kein Käse, aber Butter
ist o.k.), Gemüsesuppe und ein süßes Obst.
Abendessen:
Proteinmahlzeit
Salat oder Gemüsesuppe
Fleisch
Gemüse (aber keine Kartoffeln)